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Klimamonitoring der Erdatmosphäre mit GPS Radio-Okkultation |
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Andrea K. Steiner, Barbara Scherllin-Pirscher, Marc Schwaerz, Florian Ladstädter, Therese Rieckh, Raimund Klingler, Ulrich Foelsche, und Gottfried Kirchengast
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Wegener Center für Klima und Globalen Wandel und Institut für Physik, Institutsbereich für Geophysik, Astrophysik und Meteorologie, Karl-Franzens-Universität Graz, Graz, Austria
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Die Beobachtung der Variabilität und Klimaänderung in der Erdatmosphäre erfordert Messdaten von hoher Qualität und
Genauigkeit. Die Radio-Okkultation (RO) nutzt die Radiosignale von Global Positioning System (GPS) Satelliten zur Gewinnung
atmosphärischer Klimavariablen wie Dichte, Druck und Temperatur. Weitere abgeleitete Größen sind die Höhe und Temperatur der
Tropopause sowie geostrophische Winde. Die Messgeometrie ermöglicht dabei eine vertikale Abtastung der Atmosphäre mit einer
sehr guten Höhenauflösung von etwa 0.5 km bis 1.5 km. Die beste Datenqualität wird in der oberen Troposphäre und unteren
Stratosphäre zwischen etwa 8 km und 35 km Höhe erreicht. Die Messung mittels hochgenauer Atomuhren garantiert Langzeitstabilität
und Konsistenz von RO Datensätzen.
Wir diskutieren die Eigenschaften von RO Daten hinsichtlich ihrer hervorragenden Eignung als Klimadatensatz. Weiters zeigen
wir mittels RO detektierte Klimaänderungssignale und präsentieren neue Erkenntnisse hinsichtlich der natürlichen Atmosphärenvariabilität
durch die quasi-biennale Oszillation (QBO) und El Niño-Südliche Oszillation (ENSO) (siehe Abb. 1) sowie durch plötzliche
Stratosphärenerwärmungen ("Sudden stratospheric warming", SSW).
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Temperaturanomalien in der Tropenregion (5°S bis 5°N) von September 2001 bis Dezember 2010 als Funktion der Höhe
beobachtet mit RO Daten. Atmosphärenvariabilität durch ENSO in der Troposphäre und durch die QBO in der Stratosphäre
ist sichtbar. Die Tropopausenhöhe (schwarze Linie) spiegelt diese Variabilität deutlich wider.
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